120 qm Haus streichen: Kosten im Überblick

120 qm Haus streichen: Kosten im Überblick

Du fragst dich, welche Kosten auf dich zukommen, wenn du ein Haus mit 120 Quadratmetern streichen möchtest? Diese Informationen sind essenziell für jeden Hausbesitzer, der eine Renovierung plant und sein Budget realistisch einschätzen muss, sei es für einen Eigenanstrich oder die Beauftragung von Fachleuten.

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Kostenübersicht: 120 qm Haus streichen

Die Kosten für das Streichen eines Hauses mit 120 Quadratmetern Wohnfläche variieren erheblich und hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab. Diese reichen von der Wahl der Materialien über den Zustand der Wände bis hin zur Entscheidung, ob du die Arbeiten selbst durchführst oder eine Malerfirma beauftragst. Eine klare Übersicht hilft dir dabei, deine Ausgaben zu planen und unerwartete Kosten zu vermeiden.

Faktoren, die die Kosten beeinflussen

  • Flächenbedarf: 120 qm Wohnfläche bedeuten nicht automatisch 120 qm zu streichende Wandfläche. Deckenhöhen, Anzahl der Räume, Fenster und Türen sowie Wandvorsprünge und Nischen beeinflussen die tatsächliche Fläche, die gestrichen werden muss. Üblicherweise rechnet man mit einer Wandfläche, die etwa dem 2,5- bis 3,5-fachen der Wohnfläche entspricht. Bei 120 qm Wohnfläche können das also zwischen 300 und 420 qm Wandfläche sein.
  • Materialien: Die Wahl der Farbe ist entscheidend. Dispersionsfarben sind in der Regel die kostengünstigste Option. Für besondere Anforderungen wie Feuchträume (Badezimmer, Küche) oder stark beanspruchte Bereiche sind spezielle Farben notwendig, die teurer sind. Auch die Farbqualität (z.B. Deckkraft, Umweltfreundlichkeit) spielt eine Rolle. Grundierungen, Spachtelmassen für Ausbesserungen oder Tapetenkleister bei einer Neuverkleidung erhöhen ebenfalls die Materialkosten.
  • Vorbereitungsarbeiten: Der Zustand der Wände ist ein kritischer Kostenfaktor. Müssen alte Tapeten entfernt werden, sind umfangreiche Spachtelarbeiten zur Ausbesserung von Rissen und Löchern notwendig, oder müssen gar Untergründe erneuert werden? Diese Vorarbeiten sind oft zeitintensiv und erfordern zusätzliche Materialien wie Spachtelmasse, Schleifpapier und Abdeckmaterialien. Je schlechter der Zustand der Wände, desto höher die Kosten.
  • Arbeitsaufwand (Eigenleistung vs. Fachbetrieb): Der größte Kostenunterschied ergibt sich aus der Entscheidung, ob du die Arbeiten selbst ausführst oder einen Malerbetrieb beauftragst. Eigenleistung spart Lohnkosten, erfordert aber deine Zeit, dein handwerkliches Geschick und die Anschaffung oder Miete von Werkzeugen. Ein Fachbetrieb kalkuliert neben Materialkosten auch Lohn, Anfahrt, Gerüststellung (falls erforderlich) und einen Gewinnaufschlag ein.
  • Zusätzliche Leistungen: Sollen vielleicht auch Decken gestrichen werden? Müssen Heizkörper, Türen oder Fensterrahmen mitgestrichen werden? Sollen eventuell Akzente durch Muster oder verschiedene Farbtöne gesetzt werden? All dies erhöht den Aufwand und somit die Kosten.
Kostenfaktor Beschreibung Typische Kostenspanne (Schätzung)
Materialkosten (Farbe, Grundierung, Spachtel) Hochwertige Dispersionsfarbe, Grundierung für schwierige Untergründe, Spachtelmasse für Ausbesserungen. ca. 3 – 8 € pro qm Wandfläche
Werkzeugkosten (falls Eigenleistung) Farbroller, Pinsel, Abdeckplanen, Schleifpapier, Spachtelwerkzeug, ggf. Gerüstmiete. Einmalige Anschaffung oder Miete, kann sich auf mehrere hundert Euro summieren.
Lohnkosten (Fachbetrieb) Stundensatz eines Malers oder Pauschalpreis für die gesamte Leistung. ca. 30 – 60 € pro Stunde oder pauschal je nach Umfang.
Vorbereitungsarbeiten Entfernen alter Tapeten, Spachteln, Schleifen, Grundieren. Kann von wenigen Euro für Material bis zu mehreren hundert Euro für aufwendige Spachtelarbeiten reichen.
Spezialfarben und -techniken Farben für Feuchträume, Latexfarben, Effekte, mehrfarbige Gestaltung. Kann Materialkosten um 20-50% erhöhen.

Kostenkalkulation: Eigenleistung vs. Fachbetrieb

Die Entscheidung zwischen Eigenleistung und der Beauftragung eines Malermeisters hat den größten Einfluss auf die Gesamtkosten. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, ist eine detaillierte Kostenaufschlüsselung für beide Szenarien sinnvoll.

Eigenleistung beim Streichen (120 qm Haus)

Wenn du dich entscheidest, dein Haus selbst zu streichen, sparst du die Lohnkosten für den Maler. Dennoch fallen Kosten für Materialien und Werkzeuge an.

Materialkosten bei Eigenleistung

Für 120 qm Wohnfläche gehen wir von einer zu streichenden Wandfläche von etwa 300 bis 420 qm aus.

  • Farbe: Eine gute Qualitäts-Dispersionsfarbe kostet im Durchschnitt zwischen 3 und 8 Euro pro Quadratmeter Wandfläche. Für 300 qm ergeben sich hier also Materialkosten von 900 bis 2.400 Euro. Bei zwei Anstrichen verdoppelt sich die benötigte Farbmenge.
  • Grundierung: Besonders bei Renovierungen oder sehr saugenden Untergründen ist eine Grundierung empfehlenswert. Diese kostet ca. 0,50 bis 1,50 Euro pro qm. Für 300 qm liegen die Kosten bei 150 bis 450 Euro.
  • Spachtelmasse und Reparaturmaterial: Für kleinere Ausbesserungen werden etwa 50 bis 150 Euro benötigt. Bei größeren Schäden kann dieser Posten deutlich steigen.
  • Abdeckmaterialien: Folien, Malerkrepp und Malervlies schützen Böden und Möbel. Rechne hier mit 50 bis 200 Euro, je nach Umfang der Abdeckung.

Die reinen Materialkosten für einen kompletten Neuanstrich bei guter Vorbereitung durch dich selbst liegen somit grob zwischen 1.150 und 3.200 Euro.

Werkzeugkosten bei Eigenleistung

Die Anschaffung oder Miete von Werkzeugen kann ebenfalls ins Gewicht fallen.

  • Farbroller und Pinsel: Eine gute Grundausstattung kostet ca. 50 bis 150 Euro.
  • Abstreifgitter und Farbwanne: Ca. 20 bis 50 Euro.
  • Schleifpapier und Schleifklotz: Ca. 10 bis 30 Euro.
  • Teleskopstiel für Roller: Ca. 20 bis 50 Euro.
  • Ggf. Gerüst oder Leiter: Wenn du höhere Räume oder Decken streichen musst, können hier Kosten für Miete (mehrere hundert Euro) oder Kauf entstehen.

Rechne bei der Werkzeuganschaffung mit 100 bis 300 Euro, wenn du die meisten Dinge neu kaufst. Bei Mietgeräten können die Kosten entsprechend höher sein.

Gesamtkosten bei Eigenleistung

Die Gesamtkosten für die Eigenleistung liegen somit, je nach Qualität der Materialien und dem Zustand der Wände, schätzungsweise zwischen 1.250 und 3.500 Euro. Hinzu kommt dein Zeitaufwand, der bei einem Haus dieser Größe mehrere Wochenenden oder sogar Urlaubszeit in Anspruch nehmen kann.

Beauftragung eines Fachbetriebs (120 qm Haus)

Wenn du einen Malerbetrieb beauftragst, sind die Kosten zunächst höher, dafür sparst du Zeit und profitierst von professioneller Ausführung und Beratung.

Kalkulation durch Malerbetriebe

Malerbetriebe kalkulieren in der Regel pro Quadratmeter Wandfläche oder als Pauschalpreis für das gesamte Projekt. Die Preise variieren je nach Region, Betrieb und dem Schwierigkeitsgrad der Arbeiten.

Üblicherweise setzen sich die Kosten eines Fachbetriebs wie folgt zusammen:

  • Materialkosten: Diese sind oft etwas höher als bei Eigenleistung, da der Maler ggf. über Großhandelspreise einkauft oder höherwertige Materialien für eine bessere Haltbarkeit und Deckkraft verwendet. Rechne hier mit 5 bis 10 Euro pro qm Wandfläche. Für 300 qm sind das 1.500 bis 3.000 Euro.
  • Lohnkosten: Der Stundensatz eines Malers liegt zwischen 40 und 70 Euro. Für das Streichen eines Hauses dieser Größe können schnell 100 bis 200 Arbeitsstunden zusammenkommen (inklusive Vorbereitung, Abdeckung, Streichen, Reinigung). Bei einem angenommenen Aufwand von 150 Stunden und einem Stundensatz von 50 Euro wären das 7.500 Euro Lohnkosten.
  • Fahrtkosten und Nebenkosten: Diese werden separat berechnet oder sind in den Pauschalpreis einkalkuliert.

Die Gesamtkosten für die Beauftragung eines Malerbetriebs für ein 120 qm Haus, inklusive Material und Lohn, liegen daher typischerweise zwischen 10.000 und 18.000 Euro. Bei besonders aufwendigen Vorarbeiten (z.B. Beseitigung von Schimmel, Entfernen alter Kleistertapeten) oder besonderen Gestaltungswünschen können die Kosten auch darüber liegen.

Tipps zur Kostenoptimierung

Auch wenn du dich für einen Fachbetrieb entscheidest, gibt es Möglichkeiten, die Kosten im Blick zu behalten und zu optimieren:

  • Mehrere Angebote einholen: Vergleiche die Angebote von mindestens drei verschiedenen Malerbetrieben. Achte darauf, dass die Angebote detailliert sind und alle Leistungen (Material, Lohn, Vorarbeiten, Entsorgung) auflisten.
  • Frühzeitige Planung: Wer in der Nebensaison streicht, kann unter Umständen günstigere Preise erzielen.
  • Eigene Vorarbeiten leisten: Wenn du bereit bist, zumindest die Abdeckarbeiten oder das Ausräumen der Räume selbst zu übernehmen, kannst du die Arbeitszeit des Malers reduzieren und somit Kosten sparen. Besprich dies im Vorfeld mit dem Malerbetrieb.
  • Einfache Materialien wählen: Wähle für Standardbereiche einfache, aber dennoch hochwertige Dispersionsfarben. Spezialfarben oder aufwendige Techniken treiben die Kosten in die Höhe.
  • Renovierungszyklus beachten: Eine regelmäßige Instandhaltung und kleine Ausbesserungen können verhindern, dass größere, kostspielige Reparaturen notwendig werden.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu 120 qm Haus streichen: Kosten im Überblick

Was sind die durchschnittlichen Kosten für das Streichen eines 120 qm Hauses?

Die durchschnittlichen Kosten für das Streichen eines 120 qm Hauses variieren stark. Bei Eigenleistung musst du mit Materialkosten von etwa 1.250 bis 3.500 Euro rechnen. Die Beauftragung eines Fachbetriebs kann Kosten zwischen 10.000 und 18.000 Euro, oder sogar mehr, verursachen, abhängig vom Aufwand und den gewählten Materialien.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten für das Streichen eines Hauses am stärksten?

Die größten Kostentreiber sind die Entscheidung zwischen Eigenleistung und Fachbetrieb, der Zustand der zu streichenden Wände (Notwendigkeit von Vorarbeiten wie Spachteln und Tapezieren) und die Wahl der verwendeten Materialien (Standardfarben vs. Spezialfarben).

Muss ich bei der Kostenkalkulation auch die Decken mit einrechnen?

Ja, wenn du möchtest, dass auch die Decken gestrichen werden, musst du dies in deine Kalkulation einbeziehen. Die Deckenflächen kommen zur Wandfläche hinzu und erhöhen sowohl den Material- als auch den Arbeitsaufwand. Die Kosten für das Streichen von Decken sind oft etwas höher als für Wände, da hier die Gefahr von Tropfen und Spritzern größer ist und oft steilere Haltungen beim Streichen erforderlich sind.

Sind die Kosten für das Streichen von Innen- und Außenwänden vergleichbar?

Nein, die Kosten sind nicht vergleichbar. Das Streichen von Außenwänden ist deutlich aufwendiger und teurer. Es erfordert spezielle Fassadenfarben, möglicherweise Gerüstbau, und die Arbeiten sind witterungsabhängig. Innenwände sind in der Regel einfacher zu streichen, und die Materialien sind kostengünstiger.

Wie viel Farbe benötige ich für ein 120 qm Haus?

Für die Wände eines 120 qm Hauses (angenommen ca. 300-420 qm Wandfläche) benötigst du bei einem zweifachen Anstrich und einer durchschnittlichen Reichweite von 10 qm pro Liter Farbe etwa 30 bis 84 Liter Farbe. Kaufe am besten immer etwas mehr, um Farbabweichungen bei späteren Ausbesserungen zu vermeiden.

Kann ich Kosten sparen, indem ich die Vorarbeiten selbst erledige?

Ja, du kannst erheblich Kosten sparen, indem du die Vorarbeiten wie das Abkleben von Möbeln und Böden, das Entfernen alter Tapeten oder grundlegende Spachtelarbeiten selbst durchführst. Kläre dies jedoch unbedingt im Vorfeld mit deinem Malerbetrieb ab, um sicherzustellen, dass die Arbeiten fachgerecht ausgeführt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer einfachen Dispersionsfarbe und einer Premiumfarbe in Bezug auf die Kosten?

Eine einfache Dispersionsfarbe ist günstiger, hat aber oft eine geringere Deckkraft und Haltbarkeit. Premiumfarben sind teurer, bieten aber eine höhere Deckkraft (weniger Anstriche nötig), bessere Waschbarkeit, höhere Strapazierfähigkeit und oft eine bessere Umweltverträglichkeit. Für stark beanspruchte Bereiche wie Kinderzimmer oder Flure kann die Investition in eine Premiumfarbe sinnvoll sein.

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